Wie bereits bei meinem Projekt über Ferropolis erwähnt, wohnen meine Großeltern seit vielen Jahren in der Nähe von Leipzig. Dadurch führte mich ein großer Teil meiner Ferien immer wieder nach Wurzen – einer kleinen Stadt östlich von Leipzig.
Über die Jahre lernte ich jede Ecke kennen. Ob Spaziergänge durch die Altstadt, Fahrten entlang der Mulde oder kleine Entdeckungstouren – Wurzen wurde für mich zu einem Ort voller Erinnerungen, den ich fast wie meine eigene Heimat kenne.
Diese Bilder zeigen nicht nur Gebäude und Straßen, sondern auch einen Ort, mit dem ich viele persönliche Momente verbinde. Deshalb ist Wurzen für mich bis heute meine zweite Heimat.
Während andere Orte für viele nur Zwischenstationen sind, ist Wurzen für mich ein Ort voller persönlicher Erinnerungen. Jeder Besuch bedeutete Zeit mit meiner Familie, Ausflüge in die Umgebung und immer wieder neue Eindrücke, obwohl ich die Stadt bereits in- und auswendig kannte.
Besonders faszinierte mich schon früh der Kontrast zwischen historischen Gebäuden, alten Industrieanlagen und der ruhigen, fast ländlichen Atmosphäre rund um die Stadt. Genau diese Gegensätze wollte ich mit meiner Kamera festhalten.
Viele dieser Aufnahmen entstanden ganz ohne Planung – einfach unterwegs während eines Spaziergangs oder einer kleinen Entdeckungstour. Gerade deshalb wirken sie heute für mich besonders authentisch und erinnern an viele unbeschwerte Ferien.
Auch wenn sich Wurzen im Laufe der Jahre verändert hat, ist die Stadt für mich immer ein Stück Kindheit geblieben. Viele Orte erkenne ich sofort wieder und verbinde sie mit Ferien, Familienbesuchen und unzähligen Erinnerungen.
Vielleicht sind diese Bilder fotografisch nicht die spektakulärsten meiner Sammlung. Für mich besitzen sie dennoch einen besonderen Wert, weil sie einen Ort zeigen, der mich viele Jahre begleitet hat und den ich bis heute gerne besuche.